Open Call Theatertreffen 2018 in Berlin

Theatertreffen 2018 in Berlin #tt18 Weiterlesen

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Antiformalismo – ein Mexorzismus von Gintersdorfer/Klaßen auf Kampnagel

Exorzismus im Sinne von Austreibung, Heilung und auch im Sinne von Widerstand ist schon lange Thema der Arbeiten von Gintersdorfer/Klaßen, beispielsweise in „Exorzieren statt Exerzieren“. Passend zu den politischen Veränderungen seit der Wahl von Trump und seiner Wahlkampfdrohung, an der Grenze zu Mexiko eine Mauer zu bauen, haben Gintersdorfer/Klaßen nun also mexikanische Performer versammelt, um einem Mexorzismus zu zelebrieren.

Antiformalismo - ein Mexorzismus von Gintersdorfer/Klaßen auf Kampnagel. Foto: Adrian Anton Weiterlesen

René Pollesch: Ich kann nicht mehr. SchauSpielHaus Hamburg

Zur Begrüßung läuft „Who wants to live forever?“ von Queen in der Dauerschleife und wirft erste Fragen auf: Emotionale Einstimmung auf pathetisches Drama – oder ironischer Kommentar? Erinnerung an Freddy Mercury? Referenz an den Film „Highlander“? Die Fragen bleiben unbeantwortet – aber das hat bei „Ich kann nicht mehr“ von René Pollesch am SchauSpielHaus Hamburg Methode.

„Frauen im Krieg – aber in welchem?“

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Theatertreffen Blog – Open Call 2017

Wenn ich schon selbst kaum noch blogge, kann ich ja wenigstens andere zum Bloggen animieren:

Für das Theatertreffen-Blog werden noch Journalist*innen und Autor*innen gesucht, die im Mai 2017 vom Theatertreffen in Berlin berichten. Bewerbungsschluss ist der 1. Februar 2017.

Interessierte finden hier mehr Theatertreffen Blog Open Call 2017

Kann ich allen, die sich irgendwie für Theater interessieren, sehr empfehlen! Theatertreffen Blog 2012, habe ich in sehr guter Erinnerung behalten!

Kuro Tanino: Avidya – Das Gasthaus der Dunkelheit auf Kampnagel

Eine leise und leicht gespenstische Geschichte: „Avidya – Das Gasthaus der Dunkelheit“ vom japanischen Regisseur Kuro Tanino überrascht beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel mit leisen Tönen. Während es beim Sommerfestival ansonsten meistens um plakative Superlative zu gehen scheint, inszeniert Kuro Tanino sein dunkles Gasthaus wie ein stilles Kammerspiel. Bereits der einführende Erzähler aus dem Off überrascht mit poetischen Bildern vom herannahenden Winter in einem einsamen Tal, Höllental genannt. Auf einer Drehbühne werden die verschiedenen Räume und das Badehaus einer abgelegenen Herberge in den japanischen Bergen auf erstaunlich detaillierte und naturalistische Art gezeigt (Bühne: Kuro Tanino, Michiko Inada). Nicht nur die Bühne erinnert an ein Film-Set: Kuro Tanino, der auch für den Text verantwortlich ist, inszeniert seine Geschichte wie einen stillen Film, der mit bedrückenden Stimmungen spielt.

Avidya von Kuro Tanino auf Kampnagel. Foto: Shinsuke Sugino

Avidya von Kuro Tanino auf Kampnagel. Foto: Shinsuke Sugino

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Abschied von Frank Castorf am 18. Juni im SchauSpielHaus Hamburg

Die Ära von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne neigt sich dem Ende zu und auch der Streit um die Nachfolge hat sich anscheinend beruhigt – leider. Am SchauSpielHaus Hamburg wird bereits am 18. Juni ein Abschied von Castorf zelebriert: Seine Inszenierung von „Pastor Ephraim Magnus“, frei nach Hans Henny Jahnn, wird bereits abgesetzt – leider. Waren die mehr als 5 Stunden Castorf-Theaterwahnsinn für die Hamburger Bürger eine zu große Zumutung? Ich werde mir das 5 stündige Mysterienspiel voller Lust und Qual jedenfalls noch einmal zumuten und dabei vielleicht ein wenig wehmütig an die vielen anstrengenden Abende von Castorf denken…

Hier ein Einblick:

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MURMEL MURMEL von Herbert Fritsch am 25. und 26. Juni im SchauSpielHaus

MURMELMURMELMURMELMURMEL – so könnte die Inhaltsangabe zur vieldiskutierten Inszenierung von Regisseur Herbert Fritsch lauten. Denn mehr Text gibt es nicht. Dabei ist Fritsch sonst vor allem für seine grotesken Wortspiele und Kalauer bekannt, wie er am SchauSpielHaus bereits mit Stücken wie der fantastischen SCHULE DER FRAUEN oder DIE KASSETTE gezeigt hat. Und am Sprechtheater gilt der Text bis heute als das Höchste. Da Fritsch sich aber gerne über die Hochkultur und Sehgewohnheiten am Theater lustig macht, ist ein Stück wie MURMELMURMEL von Autor Dieter Roth nur konsequent. Und zudem medienwirksam und polarisierend, wie die Einladung zum Theatertreffen 2013 sowie die Kritiken und Kommentare auf nachtkritik vermuten lassen. Oder der Bericht im ZDF:

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