Nicht im Ernst: „Ernst ist das Leben (Bunbury)“ von Oscar Wilde in einer Übersetzung von Elfriede Jelinek, inszeniert von Anna Bergmann im Thalia in der Gauss

Ist das Euer Ernst?

Oscar Wildes Verwechslungskomödie „Bunbury“ persifliert die verlogene, bigotte Doppelmoral seiner Zeit, Jelineks Übersetzung bzw. Nach-Dichtung entlarvt die heutige Über-Sexualisierung. Bergmanns Inszenierung schafft keins von Beidem. Klischees werden nicht dekonstruiert, sondern einfach reproduziert. Und das nicht mal sonderlich amüsant, sondern einfach nur platt. Dafür in pompöser Kulisse, was alles nur noch schlimmer macht. Oberflächen spielen in dem Stück zwar eine große Rolle, aber leider werden sie in dieser Inszenierung überhaupt nicht hinterfragt oder durchdrungen. Weiterlesen

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