FAUST I+II: Sebastian Rudolph: Über Faust. Und warum es sich lohnt, Theater zu machen

Faust I + II“ von Nicolas Stemann. Spieldauer „Faust I“: circa zwei Stunden 40, keine Pause. „Faust II“: circa vier Stunden 40, inklusive zwei Pausen. Aufführungsdauer „Faust I + II“ gesamt: circa acht Stunden 20, inklusive drei Pausen. Das kostet viel Aufmerksamkeit, Kraft und vor allem: Zeit. Von den Zuschauern, den Schauspielern, allen Beteiligten. Aber ist es das wert? Und wenn ja: Wozu? Weiterlesen

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FAUST I+II: Nicolas Stemann über „triebhafte Spielfreude + Rumgehirne“

Nicolas Stemann hat „Faust I + II“ als über achtstündigen Marathon inszeniert, das ist viel. Viel Stoff, viel Erwartung, viel Druck. Aber Erwartungshaltung und Druck dürften Stemann bekannt sein: In den letzten zehn Jahren waren fünf seiner Inszenierungen zum Theatertreffen geladen: 2002 „Hamlet“, ein Jahr danach Elfriede Jelineks „Das Werk“, später folgten Jelineks „Ulrike Maria Stuart“, Schillers „Die Räuber“ und zuletzt Jelineks „Die Kontrakte des Kaufmanns“. Weiterlesen

THEATER + KOLLEKTIVITÄT – schöne Utopie oder schöner Schein?

Beim Theatertreffen 2012 sind mit Gob Squad und dem International Institute of Political Murder gleich zwei Theater-Kollektive geladen. Auch Vegard Vinge, Ida Müller und Trond Reinholdtsen arbeiten als Regie-Team, Nicolas Stemann oder René Pollesch betonen immer wieder die Bedeutung von kollektiven Aushandlungsprozessen in der Gruppe. Und beim Stückemarkt ist in diesem Jahr mit „Polis3000: respondemus“ von Markus&Markus erstmalig auch ein Projekt ausgewählt worden.

Ein Blick auf die zehn Nominierungen zeigt, dass die meisten mit dem Begriff „Kollektivität“ – mehr oder weniger direkt – in Verbindung gebracht werden können… Weiterlesen

Wahnsinn + Methode: Nicolas Stemann inszeniert Elfriede Jelineks „Die Kontrakte des Kaufmanns. Eine Wirtschaftskomödie.“ am Thalia Theater Hamburg.

WERTE+NICHTS: Capitalism will stay forever …

Stemann inszeniert sein fünftes Jelinek-Stück als großes, lautes, grelles Theater-Spektakel. Diesmal vielleicht noch lauter, mitreißender, aufwühlender als beispielsweise bei „Ulrike Maria Stuart“, trotz oder gerade durch seine Phasen der Längen, Unsicherheiten, Plattheiten und Verwirrungen. Weiterlesen