Dem NORDWIND gefolgt: STALKER im HAU in Berlin

Da in Hamburgs Theatern zur Zeit ein eher lauer Wind weht, bin ich dem NORDWIND gefolgt und nach Berlin gefahren, wo im HAU das „NORDWIND – Festival and Platform for the Arts from the Nordic and Baltic Countries“ vom 27.11. bis 8.12.2013 stattfindet. Auch wenn das NORDWIND ab dem 5.12. auch auf Kampnagel in Hamburg Station macht, sind in Berlin dennoch einige Stücke zu sehen, die in Hamburg nicht dabei sind.

Der Höhepunkt meiner Berlin-Reise war für mich eindeutig „STALKER“ nach Idee und Konzept der norwegischen Gruppe Verk Produksjoner mit Anders Mossling, Saila Hyttinen, Solveig Laland Mohn, Håkon Vassvik und Signe Becker. Weiterlesen

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Gefangen im Formalismus: „Die Jungfrau von Orleans“, inszeniert von Michael Thalheimer am Deutschen Theater Berlin

Schillers heilige Johanna dreht sich um große Themen: Kampf der Könige, der Nationen, der Religionen sowie der Klassen und Geschlechter.

Schillers für uns heute eher sperrige Sprache wird von Regisseur Michael Thalheimer in langen Monologen und komplexen Dialogen oft minutenlang ohne jegliche Bewegung inszeniert. Weiterlesen

Abseits zeitgeistiger Theaterpfade: Thomas Zürn und sein Marionettentheater im Jenisch Haus

Bei meinen Theaterbesuchen der letzten Zeit habe ich zunehmend den Eindruck, dass Theater immer häufiger eher auf große Effekte als auf Inhalt setzt: Immer schneller, lauter, bunter, witziger, krasser. Aber vielleicht werde ich auch nur langsam alt und vergräzt.

Zeit, um meine üblichen Theaterpfade mal zu verlassen – mit einem Besuch im Jenisch Haus im von mir innig geliebten Jenisch Park, um endlich mal wieder Marionettentheater zu sehen. Den Marionettenspieler und -bauer Thomas Zürn habe ich zuletzt an eher baufälligen Orten in der Schanze gesehen (den einen gibt es inzwischen nicht mehr, die Zukunft des anderen ist auch eher ungewiss…), was zur leicht düsteren Stimmung von KRABAT auch wunderbar passte. Weiterlesen

Survivor: TSCHICK – nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf

Die Romantisierung und Dramatisierung von Pubertät und alle damit verbundenen Jugendkulte sind mir generell suspekt. Genau wie der Hype um Romane, die diese Thematik und Sehnsüchte bedienen. Dennoch habe ich mich immer wieder, bisher aber erfolglos, um Karten für die ständig ausverkauften Vorstellungen von TSCHICK – nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf, inszeniert von Christopher Rüping im Thalia in der Gaußstraße, bemüht. Weiterlesen