Kuro Tanino: Avidya – Das Gasthaus der Dunkelheit auf Kampnagel

Eine leise und leicht gespenstische Geschichte: „Avidya – Das Gasthaus der Dunkelheit“ vom japanischen Regisseur Kuro Tanino überrascht beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel mit leisen Tönen. Während es beim Sommerfestival ansonsten meistens um plakative Superlative zu gehen scheint, inszeniert Kuro Tanino sein dunkles Gasthaus wie ein stilles Kammerspiel. Bereits der einführende Erzähler aus dem Off überrascht mit poetischen Bildern vom herannahenden Winter in einem einsamen Tal, Höllental genannt. Auf einer Drehbühne werden die verschiedenen Räume und das Badehaus einer abgelegenen Herberge in den japanischen Bergen auf erstaunlich detaillierte und naturalistische Art gezeigt (Bühne: Kuro Tanino, Michiko Inada). Nicht nur die Bühne erinnert an ein Film-Set: Kuro Tanino, der auch für den Text verantwortlich ist, inszeniert seine Geschichte wie einen stillen Film, der mit bedrückenden Stimmungen spielt.

Avidya von Kuro Tanino auf Kampnagel. Foto: Shinsuke Sugino

Avidya von Kuro Tanino auf Kampnagel. Foto: Shinsuke Sugino

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