Open Call Theatertreffen 2018 in Berlin

Theatertreffen 2018 in Berlin #tt18 Weiterlesen

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MURMEL MURMEL von Herbert Fritsch am 25. und 26. Juni im SchauSpielHaus

MURMELMURMELMURMELMURMEL – so könnte die Inhaltsangabe zur vieldiskutierten Inszenierung von Regisseur Herbert Fritsch lauten. Denn mehr Text gibt es nicht. Dabei ist Fritsch sonst vor allem für seine grotesken Wortspiele und Kalauer bekannt, wie er am SchauSpielHaus bereits mit Stücken wie der fantastischen SCHULE DER FRAUEN oder DIE KASSETTE gezeigt hat. Und am Sprechtheater gilt der Text bis heute als das Höchste. Da Fritsch sich aber gerne über die Hochkultur und Sehgewohnheiten am Theater lustig macht, ist ein Stück wie MURMELMURMEL von Autor Dieter Roth nur konsequent. Und zudem medienwirksam und polarisierend, wie die Einladung zum Theatertreffen 2013 sowie die Kritiken und Kommentare auf nachtkritik vermuten lassen. Oder der Bericht im ZDF:

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NEXT DAY von Philippe Quesne / Campo Gent auf Kampnagel

NEXT DAY von Philippe Quesne / Campo Theater auf Kampnagel. Foto: Adrian Anton

NEXT DAY von Philippe Quesne / Campo Theater auf Kampnagel. Foto: Adrian Anton

Kindern sieht man ja immer irgendwie gerne zu – außer, wenn sie gerade Pilze zertreten, Fliegen die Flügel ausreißen oder ihre Popel essen. Aber wenn sie ganz harmonisch miteinander spielen oder noch besser: gemeinsam musizieren, kann ja eigentlich nicht viel schief gehen. Von daher ist der französische Regisseur Philippe Quesne kein großes Risiko eingegangen, als er im Auftrag des belgischen Theaters Campo mit „Next Day“ ein Stück „von Kindern für Erwachsene“ auf die Bühne gebracht hat. Oder doch? Vor ihm haben sich bereits andere daran versucht, beispielsweise das Performance-Kollektiv Gob Squad, deren sehr erfolgreiches und berührendes Stück „Before Your Very Eyes“ 2012 bereits zum Theatertreffen eingeladen wurde. Weiterlesen

Theater + Politik: DIE SCHUTZBEFOHLENEN von Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek hat „Die Schutzbefohlenen“ ursprünglich im Zusammenhang mit der Inszenierung „Kommune der Wahrheit. Wirklichkeitsmaschine“ von Nicolas Stemann als direkte Reaktion auf die Ereignisse der im Mittelmeer harvarierten oder in Italien und später auch in Österreich und Deutschland gelandeten Lampedusa-Flüchtlinge geschrieben. Ihr Text ist entsprechend wütend, aber auch Ausdruck einer Hilflosigkeit: Weiterlesen

Elsewhere in Berlin: Theater ist nicht gleich Theater, eine Vierte Wand ist nicht immer eine Vierte Wand und bemerkenswert ist nicht immer bemerkenswert.

Vier Tage Berlin: Viermal Theater, dreimal Theatertreffen, dreimal Berghain, einmal Kleingarten, einmal Museum. Ein Marathon.

Freitag: Der Marathon startet erst einmal ganz gediegen: Theatertreffen im Haus der Berliner Festspiele. Eingeladen als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall von Elfriede Jelinek, Regie Johann Simons. Für meinen Geschmack definitiv zu seicht, zu nett, zu bekömmlich. Weiterlesen

„ICH WILL KEIN THEATER!“ Das Theater mit der Jelinek

In diesem Jahr ist die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek zweimal beim Theatertreffen vertreten: Mit der Inszenierung durch Johan Simons von „Die Straße. Die Stadt. Der Überfall.“, die heute Abend Premiere feiert, sowie beim Stückemarkt mit ihrem von Hedi Kriegeskotte vorgetragenen „Prolog?“, der ebenso heute auf dem Programm steht. Wer sich auf eine Spurensuche begibt, stößt auf ganze zehn Stücke der Autorin – allein in den letzten neun Jahren.* Weiterlesen

„Prolog?“: Ein Epilog oder Abgesang von Elfriede Jelinek

„Der Lärm ist ja längst vorbei, hören Sie? … Sie erwarten von mir Lärm?“

Wie zu erwarten bei Texten von Elfriede Jelinek, so ist auch bei ihrem für den Stückemarkt des Theatertreffens entstandener Textfläche „Prolog?“ nichts wie erwartet und nichts so wie es scheint. Weiterlesen