Begeisterte KLEINBÜRGER: Nostalgie oder Konservatismus?

„Man kann beobachten, wie die Menschen versuchen zu leben.“

Jette Steckels KLEINBÜRGER nach Maxim Gorki habe ich bereits am DT gesehen – warum also jetzt nochmal das Gastspiel am Thalia Theater ansehen? Vor allem der Nostalgie wegen: Die Schauspieler der Khuon-Ära wieder einmal sehen, mit denen ich viele großartige Theatermomente verbinde: Weiterlesen

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Elsewhere in Berlin: Theater ist nicht gleich Theater, eine Vierte Wand ist nicht immer eine Vierte Wand und bemerkenswert ist nicht immer bemerkenswert.

Vier Tage Berlin: Viermal Theater, dreimal Theatertreffen, dreimal Berghain, einmal Kleingarten, einmal Museum. Ein Marathon.

Freitag: Der Marathon startet erst einmal ganz gediegen: Theatertreffen im Haus der Berliner Festspiele. Eingeladen als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall von Elfriede Jelinek, Regie Johann Simons. Für meinen Geschmack definitiv zu seicht, zu nett, zu bekömmlich. Weiterlesen

„ICH WILL KEIN THEATER!“ Das Theater mit der Jelinek

In diesem Jahr ist die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek zweimal beim Theatertreffen vertreten: Mit der Inszenierung durch Johan Simons von „Die Straße. Die Stadt. Der Überfall.“, die heute Abend Premiere feiert, sowie beim Stückemarkt mit ihrem von Hedi Kriegeskotte vorgetragenen „Prolog?“, der ebenso heute auf dem Programm steht. Wer sich auf eine Spurensuche begibt, stößt auf ganze zehn Stücke der Autorin – allein in den letzten neun Jahren.* Weiterlesen

„Prolog?“: Ein Epilog oder Abgesang von Elfriede Jelinek

„Der Lärm ist ja längst vorbei, hören Sie? … Sie erwarten von mir Lärm?“

Wie zu erwarten bei Texten von Elfriede Jelinek, so ist auch bei ihrem für den Stückemarkt des Theatertreffens entstandener Textfläche „Prolog?“ nichts wie erwartet und nichts so wie es scheint. Weiterlesen