MURMEL MURMEL von Herbert Fritsch am 25. und 26. Juni im SchauSpielHaus

MURMELMURMELMURMELMURMEL – so könnte die Inhaltsangabe zur vieldiskutierten Inszenierung von Regisseur Herbert Fritsch lauten. Denn mehr Text gibt es nicht. Dabei ist Fritsch sonst vor allem für seine grotesken Wortspiele und Kalauer bekannt, wie er am SchauSpielHaus bereits mit Stücken wie der fantastischen SCHULE DER FRAUEN oder DIE KASSETTE gezeigt hat. Und am Sprechtheater gilt der Text bis heute als das Höchste. Da Fritsch sich aber gerne über die Hochkultur und Sehgewohnheiten am Theater lustig macht, ist ein Stück wie MURMELMURMEL von Autor Dieter Roth nur konsequent. Und zudem medienwirksam und polarisierend, wie die Einladung zum Theatertreffen 2013 sowie die Kritiken und Kommentare auf nachtkritik vermuten lassen. Oder der Bericht im ZDF:

Weiterlesen

Advertisements

Kafkaesque? ICH, DAS UNGEZIEFER im MalerSaal SchauSpielHaus

Erster Eindruck beim Betreten des sonst eher weitläufig und kühl wirkenden MalerSaals: düstere Enge. Das Bühnenbild von ICH, DAS UNGEZIEFER nach Kafkas Erzählung DIE VERWANDLUNG ragt bis in die Zuschauerreihen hinein: Weiterlesen

Herbert Fritsch + SCHULE DER FRAUEN am SchauSpielHaus Hamburg, Teil II

Anders als bei Filmen kommt es bei Theaterstücken eher selten vor, dass ich mir eine Inszenierung mehrfach ansehe. Mit Ausnahme der zwölfstündigen Wahnsinnsvision BORKMAN von Vegard Vinge + Ida Müller im Prater der Volksbühne, die ich dreimal überlebt habe und deren Folgeschäden ich jetzt noch spüre.

Gestern habe ich die SCHULE DER FRAUEN nach Molière in der Inszenierung von Herbert Fritsch am SchauSpielHaus Hamburg zum zweiten Mal gesehen. Warum? Weiterlesen

SCHULE DER FRAUEN von Herbert Fritsch am SchauSpielHaus Hamburg

Wahnsinn mit Methode

SCHULE DER FRAUEN von Herbert Fritsch am SchauSpielHaus Hamburg. Foto: Adrian Anton

SCHULE DER FRAUEN von Herbert Fritsch am SchauSpielHaus Hamburg. Foto: Adrian Anton

Während DER RAUB DER SABINERINNEN am Thalia Theater wie eine etwas fade Kopie von der [S]PANISCHEN FLIEGE an der Volksbühne wirkte, ist die SCHULE DER FRAUEN tatsächlich extrem gut gelungen: Albern und witzig, aber spitzzüngig und hintergründig. Fritsch verlässt sich dieses Mal weniger auf Slapstick und Hysterie, sondern mehr auf Wortwitz und Absurdität, was der inhaltlichen Ebene Weiterlesen

HYSTERIE! bei Herbert Fritsch: Die [s]panische Fliege

Die [s]panische Fliege“, inszeniert von Herbert Fritsch an der Volksbühne, ist ein Schwank, also vor allem kurzweilige Unterhaltung. Klingt banal, ist aber eine schwierige Kunst, an der zahlreiche Theatermacher schon gescheitert sind, da sie auf einem schmalen Grat tanzen müssen. Fritsch und sein Ensemble springen und schreien anscheinend ganz mühelos darauf. Weiterlesen