René Pollesch: Ich kann nicht mehr. SchauSpielHaus Hamburg

Zur Begrüßung läuft „Who wants to live forever?“ von Queen in der Dauerschleife und wirft erste Fragen auf: Emotionale Einstimmung auf pathetisches Drama – oder ironischer Kommentar? Erinnerung an Freddy Mercury? Referenz an den Film „Highlander“? Die Fragen bleiben unbeantwortet – aber das hat bei „Ich kann nicht mehr“ von René Pollesch am SchauSpielHaus Hamburg Methode.

„Frauen im Krieg – aber in welchem?“

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Tierschreie? Schorsch Kamerun und Fabian Hinrichs auf Kampnagel

ICH HABE UM HILFE GERUFEN, ES KAMEN TIERSCHREIE ZURÜCK – ein schöner Titel für einen schönen Abend mit Musik, Tanz und Monologen von Schorsch Kamerun und Fabian Hinrichs, die hoffen, durch Musik oder theatrale Gesten etwas im Publikum zum „Piepen“ zu bringen. Weiterlesen

Sweet Memories: René Pollesch’s ROCCO DARSOW

„Du kannst mir doch nicht so unerwartet deine leidenschaftliche Liebe erklären!
Sowas macht man nicht.“

Eigentlich fällt es bei Stücken von René Pollesch oft schwer zu sagen, worum es eigentlich geht: Kapitalismuskritik? Neurobiologie? Bei Rocco Darsow hat sich Pollesch dieses Mal eher beschränkt, oder sagen wir: konzentriert. Auf die Liebe, oder deren Unmöglichkeit. Weiterlesen

Frauenliebe + Männerwerk: Eirik Stubø inszeniert GERTRUD von Hjalmar Söderberg

Liebe ist ein großes Wort„, sagt Gertrud, eine gebildete Frau, ehemalige Sängerin, mit einem aufstrebenden Politiker verheiratet, dennoch unabhängig aber auch unglücklich, im ersten Akt. Liebe ist in dieser Inszenierung nicht das einzige große Wort, denn der norwegische Regisseur Eirik Stubø inszeniert das bereits 1906 geschriebene Stück GERTRUD von dem schwedischen Autor Hjalmar Söderberg als sehr reduziertes Erzähltheater, das dem Gesagten genügend Raum lässt. Weiterlesen

Elsewhere in Berlin: Theater ist nicht gleich Theater, eine Vierte Wand ist nicht immer eine Vierte Wand und bemerkenswert ist nicht immer bemerkenswert.

Vier Tage Berlin: Viermal Theater, dreimal Theatertreffen, dreimal Berghain, einmal Kleingarten, einmal Museum. Ein Marathon.

Freitag: Der Marathon startet erst einmal ganz gediegen: Theatertreffen im Haus der Berliner Festspiele. Eingeladen als eine der zehn bemerkenswertesten Inszenierungen: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall von Elfriede Jelinek, Regie Johann Simons. Für meinen Geschmack definitiv zu seicht, zu nett, zu bekömmlich. Weiterlesen

1000 Fragen: Fabian Hinrichs in der Ich-Arena

„Wir haben uns totgedacht!“

ICH. WELT. WIR. ES ZISCHELN 1000 FRAGEN – so lautet der Titel des Solo-Abends von Fabian Hinrichs am Schauspielhaus Hamburg. Sehr treffend gewählt, denn sowohl während der einstündigen Vorstellung als auch jetzt noch zischeln mir 1000 Fragen durch den Kopf Weiterlesen

Nichts NEUES VOM DAUERZUSTAND, Herr Pollesch?

„Warum sagt Dir das denn nichts? Das müsste Dir doch jetzt etwas sagen!“

…fragt die Heilige Johanna – und bringt damit die einzige Frage auf den Punkt, die NEUES VOM DAUERZUSTAND von René Pollesch am Schauspielhaus Hamburg bei mir aufwirft.

Dabei beginnt alles ganz verheißungsvoll: Weiterlesen