SCHULE DER FRAUEN von Herbert Fritsch am SchauSpielHaus Hamburg

Wahnsinn mit Methode

SCHULE DER FRAUEN von Herbert Fritsch am SchauSpielHaus Hamburg. Foto: Adrian Anton

SCHULE DER FRAUEN von Herbert Fritsch am SchauSpielHaus Hamburg. Foto: Adrian Anton

Während DER RAUB DER SABINERINNEN am Thalia Theater wie eine etwas fade Kopie von der [S]PANISCHEN FLIEGE an der Volksbühne wirkte, ist die SCHULE DER FRAUEN tatsächlich extrem gut gelungen: Albern und witzig, aber spitzzüngig und hintergründig. Fritsch verlässt sich dieses Mal weniger auf Slapstick und Hysterie, sondern mehr auf Wortwitz und Absurdität, was der inhaltlichen Ebene (die bei den zuvor genannten Stücken praktisch nicht vorhanden war – außer der Dar- oder Bloßstellung bürgerlicher Lächerlichkeit) sehr gut tut.

Und auch wenn der Inhalt (verkürzt: Geschlechterverhältnisse und wie gewohnt: bürgerliche Lächerlichkeit) auch bei der SCHULE DER FRAUEN eher im Hintergrund mitschwingt, während im Vordergrund das überzeugend-skurrile Ensemble bei schriller Licht- und Musikuntermalung die Fritsch-eigene Version des ganz normalen Wahnsinns inszeniert, fügt er dem Stück dennoch eine hintergründige Ebene hinzu, so dass der Abend mehr als einfach nur unterhaltend ist – eben Wahnsinn mit Methode.

Die Schule der Frauen
von Molière
Übersetzt und bearbeitet von Sabrina Zwach
Regie und Bühne: Herbert Fritsch Kostüme:Victoria Behr Musik:Ingo Günther Licht: Annette ter Meulen Dramaturgie: Sabrina Zwach, Michael Propfe
Mit: Karoline Bär, Andreas Grötzinger, Joachim Meyerhoff, Josef Ostendorf, Martin Pawlowsky, Bastian Reiber, Bettina Stucky, Michael Weber

 

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